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   Kleintierpraxis ACR AG Steigstrasse 26, 8406 Winterthur
Telefon +41 52 202 80 00
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 www.kleintierpraxis-acr.ch
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Für Tiere und ihre Menschen da
Vom Zwerghamster bis zum Riesenkaninchen, von Hunden über Katzen: Sie alle sind mit ihren Menschen in der Klein- tierpraxis ACR AG bestens aufgehoben – dank enga- giertem Team und breitem Behandlungsangebot.
Verschüchtert, blutend und nur noch leise miauend kauerte das Büsi in einem Haus- eingang an der Tössfeldstrasse. Ein Auto hatte es angefahren. Der Tierrettungs- dienst brachte es sofort in die Kleintierpra- xis ACR. Dort wurde es untersucht. Eine Knacknuss für die Ärztinnen, denn «Tiere können ja nicht sagen, wo sie Schmerzen haben», erklärt Dr. Désirée Scarabelli- Müllhaupt. «Eine wichtige Rolle spielen da die BesitzerInnen. Sie kennen ihr Tier am Besten, wissen, wenn etwas nicht stimmt.» Beim schwer verletzten Büsi konnte nie- mand Auskunft geben: Es war nicht ge- chippt und trug auch kein Halsband. Die Ärztinnen mussten selber entscheiden, und das sofort.
Herausforderungen wie diese gehören zum Alltag in der Praxis, wo es häufig zugeht
wie im Bienenhaus. Das Team ist gefordert: «Die Tiermedizin hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, die Behandlungs- möglichkeiten haben sich vervielfacht», so Dr. Janina Werner Heer. Entsprechend hoch sind die Ansprüche seitens Kunden, die die Fachfrauen einlösen, und entsprechend vielfältig das Angebot in der Kleintierpraxis. Dazu gehören unter anderem umfangreiche Chirurgie, innere Medizin und Zahnbehand- lungen, Physiotherapie, Verhaltensmedizin oder Akupunktur.
Neben der medizinischen spielt die menschliche Kompetenz eine grosse Rolle: «Die Tierbesitzer sind unsere Partner», so Dr. Werner. «Wir begegnen ihnen auf Au- genhöhe. Denn sie tragen die Verantwor- tung für ihr Tier.» Beim schwer verletzten Büsi mussten die Ärztinnen diese selber tragen. In einer Not-OP wurde das Becken geflickt und die Pfote geschient. Doch das Leben der kleinen Katze stand immer noch auf der Kippe. Deshalb machte Dr. Werner etwas, was in der Humanmedizin undenk- bar ist, bei Tierärztinnen aber vorkommt.
«Ich nahm das Büsi mit nach Hause», so Dr. Werner, «um im Notfall reagieren zu kön- nen.» Denn in der Kleintierpraxis ACR gibt es keine teure Intensivstation. Dies wird durch tollen Teamgeist, durch doppeltes Engagement und doppelte Leidenschaft wettgemacht. So wie bei Dr. Scarabelli, die nie etwas anderes werden wollte als
Tierärztin: «Diesen Berufswunsch schrieb ich in der Primarschule ins Poesiealbum.» Allzu romantische Vorstellungen von ihrem Metier verlor die angehende Tierärztin rasch: «Es gab viel Nacht- und Notfall- dienst mit existenziellen Situationen», erin- nert sich Dr. Scarabelli, «etwa wenn ich den Tierschutz einschalten oder ich jemandem beibringen musste, dass sein Tier nicht mehr zu retten war.»
Das angefahrene Büsi jedoch hatte Glück – am Morgen nach dem Unfall war es über den Berg und vertilgte schon recht mun- ter Nassfutter. Auch die Besitzerin konnte ausfindig gemacht werden – sie erkannte ihre Katze auf einem Foto der schweize- rischen Tiermeldezentrale. Nach ein paar Tagen stationärer Behandlung konnte die Katze wieder nach Hause. «Das machte uns glücklich.»
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